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Orte des Verfalls: Innenstadt-Zierker Straße

Die Zierker Straße, der Hauptweg vom Zentrum Richtung Norden. Hier prägen noch einige Gebäude mit Verfallserscheinungen das Stadtbild.

Zierker Straße 61

Leeres, verfallenes Gebäude. An der Straßenfassade ist der äußere Putz entfernt und kleine Sicherungen mit Metallbändern sind zu erkennen (gesehen am 6.10.2021). Das deutet darauf hin, dass es nicht komplett sich selbst überlassen ist.

Zierker Straße 57 und 58

Leeres, verfallenes Gebäude auf dem noch die alten Antennen aus DDR-Zeiten zu sehen sind. Doppelgebäude, links ist die Nummer 57, rechts die 58. Sehr stark sanierungsbedürftig. In der Nr. 57 befand sich ein kleines Geschäft. Die Tür dorthin war im Frühjahr noch teilweise zerstört, Stand 6.10.2021 mit eine Spanplatte gesichert. Notdürftige Sicherungsmaßnahmen finden also statt. Aus meiner Erinnerung: Etwa im Jahr 2018 stand eine der beiden Hausnummern für ca. 70.000 Euro zum Verkauf. Bei dem Sanierungsbedarf dieses wahrscheinlich denkmalgeschützten Gebäudes war das aber eher ein symbolischer Preis.

Straßensicht der unsanierten Zierker Straße 58
Straßensicht der unsanierten Zierker Straße 57 (linke Hälfte) und 58 (rechte Hälfte)

Zierker Straße 56

Verfallenes Gebäude, das zur Straße in eingerüstet ist (erstmalig gesehen am 31.5.2021). Im Innenhof sieht man, die Baustelle. Am Altbau läuft anscheinend die Entkernung. Auf der Rückseite, zur Mühlenstraße hin wird gerade ein Neubau errichtet. (Ich bin mir nicht sicher, aber möglicherweise gehört der Rückwärtige Neubau zum Gesamtobjekt)

Zierker Straße 56, Straßenfront am 6.10.2021

Zierker Straße 43 (Bauruine)

Bauruine, an der keine Aktivität zu sehen ist. Schade, dass es hier scheinbar nicht weitergeht. Das Gebäude wirkt leider auch etwas deplaziert. Es passt nicht zwischen die Nebengebäude, so bildet es keinen Abschluss zum Dach des mehrgeschossigen Nebengebäude rechts. Außerdem wirken die Dachgauben und der Mittelteil (weiß leider nicht wie das baulich bezeichnet wird) für das Gebäude überproportional groß.

Als Neubau im Außenbereich oder in einem Dorf würde es außergewöhnlich gut passen. An dieser Stelle in der Zierker Straße passt es definitiv nicht richtig ins Stadtbild.

Zierker Straße 43 Umfeld
Zierker Straße 43 Umfeld

Zierker Straße 24

Vorgebäude, sieht nicht genutzt aus. Unsanierte Fassade. Allerdings ist das Dach neu.

Zierker Straße 24 Straßensicht unsanierte Fassade
Zierker Straße 24 Straßensicht unsanierte Fassade

Zierker Straße 47 (Baulücke)

Leeres Grundstück. Bis vor kurzem stand hier noch ein kleineres baufälliges Gebäude. Hier ist zu erwarten, dass in absehbarer Zeit ein Bauprojekt starten wird. Als Baulücke stellt es aber einen Ort des Verfalls dar.

Zierker Straße 47 als Baulücke

Zierker Straße 32b (Baulücke)

Hier ist zu erwarten, dass in absehbarer Zeit ein Bauprojekt starten wird. Als Baulücke stellt es aber einen Ort des Verfalls dar.

Baulücke in der Zierker Straße 32b am 31.05.2021
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Orte des Verfalls: Innenstadt-Schlossstraße

Die Schlossstraße in Neustrelitz ist sicher einmal als Prachtstraße angedacht gewesen. Eine lange Zeit war sie das auch. Die Gebäude aus dieser Zeit stehen fast alle auch noch. Dennoch ist die Straße heute vor Allem durch Verfall geprägt. Es gibt auch positive Entwicklungen wie das Kulturquartier in der alten Post und demnächst die Ehrenamtsstiftung im Carolinenpalais. Sie bleibt aber die am schwersten durch die Zeit getroffene Straße in der Innenstadt. Hier stelle ich die Schlosstraße 5, Schlosstraße 6 und Schlosstraße 14 vor.

Schlosstraße 5

Baujahr 1885 steht oben am Portal. Also klassische Gründerzeit. Die heutige Fassade wirkt schlicht, aber auch prächtig. Ich frage mich, ob sie beim Bau auch schon so wenig Details hatte. Der braun-graue Putz heute lässt das Gebäude hässlich erscheinen. Es wäre aber nach einer Sanierung ein sehr ansehnliches Gebäude, das man durchaus in einer Schlossstraße erwarten kann.

Schlossstraße 6

Die Schlosstraße 6, mit seinem Innenhof und dem Hofgebäude ist wohl der interessanteste Ort des Verfalls in der Schlossstraße. Das liegt auch daran, dass man hier lange Zeit einfach in den Innenhof gehen konnte.

(Das Gebäude steht gerade am Anfang einer Totalsanierung. Meinen Beitrag hier werde ich bald aktualisieren)

Das Gebäude wurde 1738 gebaut. Es stammt also aus den allerersten Jahren der Stadtgründung. Gegen Ende des 19 Jahrhunderts wurde es umgebaut. Ich schätze, dass es vor Allem Innen umgebaut wurde und die Straßenfassade nicht sehr verändert wurde. Zu DDR-Zeiten gab es sicher viele separate Wohnungen im Gebäude. Das bemerkt man an den vielen einzelnen Bädern und Kachelöfen. Im ehemals herrschaftlichen Haus wurden in der Nachkriegszeit improvisierte Wohnungen hergerichtet. Das kenne ich bereits von Gutshäusern in den Dörfern. Nach der Wende Leerstand. Der Verein des „Kunsthauses“ wurde hier gegründet. Dieser ist aber mittlerweile in die Schlossstraße 2 umgezogen. (Dieses Gebäude wirkt auch wie ein Kandidat für diese Seite, ist aber in Nutzung – deshalb steht es nicht hier). Das Hauptgebäude der Schlossstraße 6 steht voller Gerümpel, ist teils schmutzig, man kann sich aber leicht bewegen. Das Nebengebäude im Hof ist in einem extrem schlechten Zustand. Das Dach ist teils abgedeckt, das Holz verrottet und Decken sind teils schon eingestürzt.

Aktualisierung vom August 2021: Stand Juni 2021 war der Eigentümer der Gebäude, wohl im Ausland, nicht kontaktierbar. Ihr Zustand schadet der Attraktivität der Stadt. Es gab keine Handhabe daran etwas zu ändern, Briefe von Behörden wurden lediglich in den halboffenen, zerstörten Briefkasten gesteckt. Anfang August 2021 tut sich etwas auf dem Gelände: Es wurde ein Tor eingebaut, dass den Innenhof zur Straße hin absperrt. Ich habe am 4.8. einen arbeitenden Bagger auf dem Innenhof gesehen. Am 9.8. war durch die Fenster zur Straße hin zu sehen, dass der Sperr- und sonstige Müll im Inneren ausgeräumt wurde!

Die Innenaufnahmen sind im Juni 2021 entstanden, als Grundstück und Gebäude verlassen und ungesichert Gebäude waren. Mittlerweile ist die Situation anders.

Schlossstraße 14

Ein zweistöckiges Gebäude, das direkt neben dem Kulturquartier steht. Es wirkt behäbig, plump, wie ein massiver Stein. Anfang des 20. Jahrhunderts war die Fassade strukturiert. Möglicherweise verbirgt sich hinter dem Putz mutmaßlich aus DDR-Zeiten noch die alte Fassade. Auf den alten Ansichten sollte man sich allein den Torbogen rechts neben dem Gebäude ansehen! Es befand sich in dem Gebäude der „Hofphotograph C. Wolff“, auch „Buchdruckerei“ kann auf einer alten Ansichtskarte erkennen.

Schlossstraße 14, Straßenseite im Mai 2021
Alte Ansicht der Schlosstraße
Colorierte Gesamtansicht der Schlossstraße Anfang des 20. Jhd. rechts die Nummer 14

Was ich für meine Seite recherchiere, erkunde und veröffentliche mache ich aus privatem Interesse. Dieses Interesse ist aber auch Auslöser dafür, dass ich Stadtführungen in Neustrelitz anbiete.

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Orte des Verfalls: Übersicht

Verfallene Orte haben zwei Aspekte. Zum Einen sind sie ein Missstand. Mitten in einer Stadt zeigen sie an, dass etwas nicht stimmt und im wahrsten Sinne des Wortes faul ist. Anstatt Leben gibt es da Zersetzung und Niedergang. Zum Anderen aber sind es auch besondere Orte mit eigener Ästhetik und Faszination. Sie sind weder üblich genutzte Orte noch reine Siedlungsreste. Sie sind ein „undefinierter Zwischenzustand“.

Ich interessiere mich für beide Aspekte und möchte im Sinne meines Neustrelitz-Monitors eine Übersicht schaffen über diese Orte in Neustrelitz. Sei es die Schlossstraße, das Domjüch-Areal, der ungenutzte Schlachthof oder der Große Spiegelberg. Ob ungenutzer Raum, allgemeines Stadtbild oder Denkmalschutz. Das Thema ist für Neustrelitz sehr relevant.

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